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Von einer guten Beleuchtung spricht man, wenn sie gewissen Qualitätsansprüchen – den so genannten lichttechnischen Gütemerkmalen – gerecht wird. Altersflecken Hausmittel Testsieger Ich zog mir den Helm vom Kopf, und reichte ihn Raphael, damit er ihn im Motorrad verstauen konnte. Es war weit nach Mitternacht. Der zunehmende Mond machte meine Sinne überempfindlich. Ich hörte die anderen schon, obwohl weit und breit niemand zu sehen war.
Die Straße lag leer und ausgestorben vor uns. Licht wurde nur von wenigen Laternen gespendet, und tauchte die Umgebung in Geisterhafte Schatten. Die Aufregung die ich schon den ganzen Tag verspürte, erreichte langsam zu ihrem Höhepunkt. Es war so weit, gleich würden wir den Sklars ein Schnippchen schlagen – nun ja, wenn alles nach Plan verlief, was ich natürlich hoffte.
Raphael legte einen Arm um meine Schulter, und ich schmiegte mich an ihn. „Alles klar bei dir?“
„Ich kann es kaum erwarten.“ Es hatte taff klingen sollen, unbeeindruckt von dem, was auf uns zukam, doch leider kam es etwas zu sarkastisch rüber, und verriet meine Unsicherheit. Raphael drückte mich ermutigend an sich, und führte mich dann die Straße entlang zu unserem Treffpunkt mit den anderen Drachen.
Raphael, und die anderen waren erst weit in den frühen Morgenstunden nach Hause gekommen, und hatten sich sofort aufs Ohr gehauen. Sie waren aber schon lange vor mir wieder auf den Beinen gewesen, und sich auf die kommende Nacht vorbereitet. Roger hatte den ganzen Tag mehr oder weniger am Telefon gehangen, Tristan und Levi die Lage besprochen, und Raphael hatte irgendwann einen länglichen Kasten aus seinen Sachen gezaubert, den ich noch nie gesehen hatte. „Einbruchswerkzeug“ hatte er mir erklärt, als ich im neugierig über die Schulter gespäht hatte. Aber nicht nur Dietriche hatte er zu Tage befördert, auch Computerchips, Lesekarten, Kabel, und eine kleine Tastatur. Das Werkzeug eines Profis. Dass er Schlösser knacken konnte, wusste ich ja bereits, aber bis zu diesem Zeitpunkt war mir nicht klar gewesen, wie gut er für solche Fälle gerüstet war.
Während ich jetzt neben ihm zu dem Treffpunkt lief, fragte ich mich was für Fähigkeiten er sonst noch besaß, von denen ich nicht einmal etwas ahnte. In den letzten Wochen hatte ich so viel von ihm erfahren, und doch schien es nur ein Bruchteil dessen zu sein, was ihn ausmachte. Mit dem Kasten den er unter dem Arm trug wurde mir eins sehr deutlich, Raphael, mein Freund war durch und durch ein Drache. Ein Drache der alles daran setzte, die Sklars bis aufs Messer zu bekämpfen, und ich fragte mich, ob ich auch dazu bereit war. Konnte ich so werden wie er? Jemand der alles daran setzte Gerechtigkeit walten zu lassen? Ich wusste es nicht. Den ersten Schritt dazu hatte ich bereits getan, alles was mich ausmachte lag bereits hinter mir, um meinem Schicksal zu entkommen war es nötig, aber war ich wirklich dazu bereit so wie er zu werden?
Die Antwort darauf konnte ich nicht mehr finden, denn wir bogen in der Nähe vom Bloodmoon in eine Gasse ab, wo die anderen Drachen schon auf uns warteten.
Tristan, Levi, und Roger waren vorgefahren um mit den anderen zusammenzustoßen. Raphael war mit mir noch zurück geblieben, um mir noch ein bisschen Zeit zu geben. So sagte er jedenfalls. In Wirklichkeit glaubte ich, dass er darauf gehoffte hatte, dass ich es mir anders überlegte, und im Motelzimmer auf ihn warten würde. Da hatte er sich aber Gründlich geschnitten. Als wenn ich wie ein artiges Frauchen zuhause auf ihn warten würde, wenn er sich in der Zwischenzeit in eine solche Gefahr brachte.
Als wir in die Gasse einbogen, sah ich fünf Neuankömmlinge. Zwei Frauen, und drei Männer, drei Werwölfe, und zwei Vampire. Bis auf einen waren mir alle Fremd, Fynn. Er hatte sich kein bisschen verändert. Er war immer noch blass, und mit den roten Haaren. Nur seine blassbraunen Augen übten auf mich nicht mehr die gleiche Faszination aus wie bei unserem ersten Treffen. Wahrscheinlich weil ich jetzt wusste, was dahinter steckte, oder auch, weil für mich nur noch die Augen eines einzigen Vampirs zählten.
Als er mich sah, unterbrach er das Gespräch mit der Werwölfin, und kam zu mir, nahm meine Hand, und hauchte einen Kuss darauf. Und er war charmant wie damals. „Es freut mich dich wieder zusehen, Chantal.“ Er zwinkerte mir zu.
Woher er von meinem Decknamen wusste, fragte ich nicht, aber was ich mich fragte war, ob Fynn sein richtiger Name war. Plötzlich konnte ich mir das nicht mehr so recht vorstellen.
Er hielt meine Hand einen Moment zu lange fest, so dass Raphael ihm einen warnenden Blick zuwarf. Fynn lachte nur, und drehte sich dann zu den anderen um. „Darf ich vorstellen“, er deutete auf die schönste Vampirin, die ich je gesehen hatte. Ein schmales Gesicht umrahmt von glattem, schwarzem Haar. Ihre Augen waren auch schwarz, was mit dem Funkeln darin beängstigend wirkte, die trotz ihrer Bässe nichts von ihrer dunklen Intensität einbüßten. Doch es steckte auch eine Entschlossenheit in ihnen, die ihr meinen Respekt einbrachten. Alle anwesenden trugen schwarz, doch bei ihr wirkte es auf eine unheimliche Art, die sie strahlen ließ. „Das ist Romy.“
Die besagte Vampirin nickte mir kurz zu, und musterte mich auf die gleiche Art, wie ich zuvor sie. Dabei entdeckte ich die schwarze Flamme, das Tattoo das sie als Mitglied der Drachen kennzeichnete. Sie hatte es sich seitlich auf die Schläfe tätowieren lassen. Uh, das war bestimmt unangenehm gewesen. Die Kopfschmerzen danach wollte ich mir gar nicht vorstellen.
Danach zeigte Fynn auf die Wolfsfrau, mit der er sich unterhalten hatte. Kurze, braune Haare, braune Augen, etwas kräftiger, durchschnittlich. Aber in ihr schien ein Feuer zu lodern, das aus Hass geboren war, und ich fragte mich, wie sie wohl zu den Drachen gekommen war. Sie hatte etwas grimmiges, etwas unnahbares, was in mir den Wunsch weckte, dieser Frau niemals alleine zu begegnen. „Das ist unsere Liebreizende Luna.“ Sie streckte Fynn die Zunge heraus, worauf hin er leise lachte. „Neben ihr haben wir Cyrill.“
Der glatzköpfige Vampir mit den violetten Augen, dem markanten Gesicht, und dem verbissenen Blick hob zum Gruß seine Hand, und damit jeden Muskel seines massigen Körpers in Bewegung. Nicht massig im Sinne von Dick, sondern von durchtrainiert. Der Kerl schien nur aus Muskeln zu bestehen, und er war sogar noch größer als mein Freund. Cyrill war ein Riese, ein Berg.
Fynn stellte mir den letzten im Bunde vor, einen Werwolf mit grauem Haar. Aber er war nicht alt, dreißig vielleicht, oder nach Werwolfszählung sechzig. Ich hatte schon von einer ganzen Weile mitbekommen, das Werwölfe und Vampire meist doppelt so alt waren, wie sie aussahen, aber was spielte das schon für eine Rolle, wenn man die doppelte Lebenserwartung eines Menschen besaß.
Er war ein bisschen untersetzt, schmal, ein Gesicht unter tausenden, wenn da nicht seine Augen gewesen wären. Ein so reines Blau wie ich es in meinem ganzen Leben noch nie gesehen hatte. Alleine seine Augen machten ihm zu etwas ganz besonderes.
„Und das ist Zachary“, stellte Fynn uns vor.
Zachary tat gar nichts, außer mich anzusehen, und dann … wegzusehen. Es war offensichtlich, dass er kein Interesse an mir, oder einem anderen der Drachen hatte.
Ich sah einen nach dem anderen an, versuchte mir ihre Namen einzuprägen, und fragte mich gleichzeitig, ob es ihre richtigen waren. Wohl eher nicht. Im Club der Drachen schien jeder ein Pseudonym zu benutzen. Jeder schien seine eigenen Geheimnisse mit sich rum zutragen. Ich passte perfekt zu ihnen.
Ich lehnte mich nähr an Raphael, spürte an seinem Hosenbund eine kleine Ausbuchtung, und wusste, dass es nur die Pistole sein konnte, die er dem Polizisten abgenommen hatte. Den Drang deswegen auf Abstand zu gehen, unterdrückte ich, denn ich wollte ihn bei mir spüren.
Roger warf einen schnellen Blick auf seine Uhr. „Es ist so weit, jeder weiß was er zu tun hat?“
Alle nickten einstimmig.
„Chantal, du hältst dich an Ralph. Du tust genau das was er dir sagt, weichst nicht von seiner Seite, und wenn er dir sagt, dass du verschwinden sollst, tust du das, und zwar auf der Stelle.“
„Aber …“
„Ohne ein Widerwort, sonst bleibst du hier.“
Sein bohrender Blick hatte etwas so autoritäres an sich, dass in mir die Rebellin erwachte, und ich mich nur mit knapper Not zurückhalten konnte ihm meine Meinung zu seinen Regeln zu geigen. Ich war mir sicher, dass sie mich zurück auf das Motelzimmer schicken würden, wenn ich nicht zustimmte, also nickte ich einfach nur. Ob ich später wirklich hören würde, war eine ganz andere Geschichte.
„Zachary du hältst den Wagen bereit.“ Er bestätigte das mit einem weiteren Nicken.
„Romeo“, sagte Luna mit kräftiger Stimme, die selbst für eine Frau wie sie zu dunkel schien. Die Frau hatte wirklich etwas Unheimliches an sich. Ich brauchte einen Moment um zu kapieren, dass sie damit Roger meinte. „Ich denke, dass wir Chantal bei Zachary lassen sollten.“ Sie warf mir einen grimmigen Blick zu. Hallo, was hatte ich ihr den getan? „Sie schein mir zu unerfahren, für diesen Job.“
Trotzig schob ich das Kinn vor. Vielleicht war das mein erster Job, aber sie dürfte auch nur wenige Jahre älter als ich sein, also konnte sie gar nicht so viel mehr Erfahrung haben. Sie brauchte gar nicht so großspurig tun.
„Nein, sie kommt mit“, sagte Roger sofort. „Sie hat uns schon gestern sehr geholfen, und nur durch sie haben wir überhaupt herausbekommen, wo wir die Sklars in dieser verdammten Stadt finden.“
„Ach ja?“ Luna musterte mich mit aufgemaltem Interesse. „Wie hat sie das gemacht?“
Ich windete mich bei der Erinnerung an den Anzugmann, der mich in die Seitengasse verschleppt hatte. Ich wusste immer noch nicht was aus ihm geworden war, aber die Anspielung von Levi hatte mir gereicht um mir zu versichern, dass es nichts Gutes war. Raphael drückte mich fester an sich. „Du solltest deine Nase nicht überall reinstecken. Das könnte dich in Schwierigkeiten bringen.“ Seine Stimme war kalt, und ich spürte wie er vor Zorn bebte, hatte das Gefühl, als wollte er diesen Mann am liebsten noch einmal zusammenschlagen.
Auf Lunas Lippen breitete sich ein spöttisches Lächeln aus. Dann sah sie mir ungewandt in die Augen. „So schlimm, hm?“
„Was das Wort Schlimm bedeutet, kannst du dir wahrscheinlich nicht einmal vorstellen“, gab ich schnippisch zurück.
Etwas blitze in ihren Augen auf, aber es war so schnell verschwunden, dass ich es nicht benennen konnte. „Du hast keine Ahnung, was ich mir alles vorstellen kann, Blondie.“
Okay, die wollte Krieg. „Und du solltest lernen, wann es besser ist den Mund zu halten, Köter.“
Sie wollte sich auf mich stürzen, und nur Cyrills schnelle Reflexe verhinderten, dass es ihr gelang.
„Mir scheint nicht Chantal sollte zurück bleiben, sondern du“, sagte Raphael. „Sie hat dir nichts getan, also lass sie in Ruhe.“
Lunas Augenbraue hob sich vor Überraschung. Ihre Augen zuckten von ihm zu mir, und wieder zurück. „Du magst sie wirklich.“ Ihre Stimme klang nach meinem Geschmack ein wenig zu ungläubig. Ich musste eine weitere Musterung ihrerseits über mich ergehen lassen, doch bevor sie noch etwas sagen konnte, rauschte Romy an uns vorbei. „Lasst die Kinderkacke, und kommt endlich in Bewegung.“ Dann verschwand sie um die Ecke.
„Romy hat recht“, sagte Roger. „Lasst uns endlich anfangen.“ Er warf Luna noch einen strengen Blick zu. „Und du lern endlich dich zu beherrschen.“
Ihre Miene verdunkelte sich. Sie riss sich aus Cyrills Griff los, und stolzierte Romy dann hinterher. Levi und Tristan folgten ihnen. Roger blieb mit Zachary zurück, während ich an Raphaels Seite hinter Cyrill und Fynn lief. Wir zogen uns alle Halstücher vors Gesicht, eine Sicherhitmaßnahme, wie Raphael mir erklärt hatte, damit wir nicht erkannt werden konnten. Weder von den Sklars noch von den Sklaven. Nur ein paar Minuten, dann hatten wir die Rückseite vom Bloodmoon erreicht. Die Anderen warteten im Schatten der Bäume auf uns. „Du bleibst genau hinter mir“, forderte Raphael mich auf, als er zu der alten Kohleluke schlich, die sich noch aus alter Zeit an der Rückseite des Gebäudes befand. Er zog ein paar Nadelähnliche Dinger aus seiner Kiste, und hatte das Vorhängeschloss in weniger als drei Sekunden offen.
Mein Herz flatterte wie wild, als er das Schloss achtlos zur Seite warf, und gemeinsam mit Cyrill die schweren Metallklappen öffnete. Für einen Moment sahen wir hinunter in die Finsternis. Dann trat Romy vor, und ließ sich durch das Loch im Boden fallen. Ihr Aufprall war so leise, dass ich es selbst mit meinem verbesserten Gehör kaum wahrnahm. Danach folgten Tristan, Luna und Levi.
„Jetzt du“, wies Raphael mich an. Ich trat an den Rand. Mein Gott war das Dunkel da unten. Ich konnte nicht Mal den Boden sehen, und da sollte ich runter springen? Raphael bemerkte mein Zögern. „Willst du lieber hier bleiben?“
Ich sah ihn an, sah die anderen an, bemerkte ihre Entschlossenheit den armen Mädchen zu helfen, und entschied nein. Nein, ich wollte nicht hier bleiben, ich wollte helfen. Ich atmete noch einmal tief durch, und dann ließ ich mich in das Loch fallen. Adrenalin raste mir durch die Adern. Ich flog kaum zwei Sekunden durch die Luft, bevor ich auf den harten Boden knallte. Meine Beine knickten weg, und ich landete auf dem Allerwertesten. So viel zu elegant.
Ein verächtliches Schnauben ertönte, das nur von Luna stammen konnte. „Wir hätten sie bei Romeo und Zachary lassen sollen.“
Wut machte sich in mir breit. Was hatte diese arrogante Schnepfe nur gegen mich?
„Sie ist wenigstens auf ihrem Hintern gelandet, und nicht auf ihrem Gesicht, wie du bei deinem ersten Auftrag“, hörte ich Romy sagen.
Luna knurrte.
„Hört auf“, befahl Tristan, dann griff eine Hand nach mir, und half mir auf die Beine. Es war so dunkel hier unten, dass ich sie alle nur als schwarze Schemen wahrnehmen konnte, und erst an dem Geruch erkannte, dass es Levi war, der mir da hoch half. „Alles okay bei dir?“, fragte er.
Ich nickte nur, und trat zur Seite. Keinen Moment zu früh, denn schon landete jemand auf dem Platz, auf dem ich noch vor wenigen Sekunden gesessen hatte. Zwei weitere Aufschläge folgten, und noch ein letzter, dann schlangen sich starke Arme um mich. Ich musste nicht fragen, merkte an der Art wie diese Arme mich hielten, dass es nur Raphael sein konnte.
Als letzter folgte Fynn, und dann war die Dunkelheit plötzlich von vier paar leuchtender Augen erfühlt, die Augen der Vampire. Sie leuchteten nicht wirklich, doch sie gaben ein unheimliches Schimmern von sich, das diesen Eindruck erweckte. Die Augenpaare bewegten sich durch den Raum.
„Keine Tür“, hörte ich Fynn sagen. „Wie wir vermutetet hatten. Sie haben diesen Raum zugemauert.“
Zugemauert? Ich verstand nur Bahnhof.
„Na dann machen wir doch einfach eine Tür.“ Raphael löste sich von mir, nahm aber meine Hand, und zog mich hinter sich her. Ich hörte wie er die Wand abtastete, konnte sehen, wie seine Augen über das Gemäuer wanderten, und fluchte innerlich, dass ich keine Taschenlampe dabei hatte. „Hier“, sagte er nach wenigen Minuten. „Genau hier.“
Jemand trat vor. An den schweren Schritten erkannte ich, dass es nur Cyrill sein konnte. Ein leises Klopfen gegen die Wand, noch eins … und dann ein so kräftiger Schlag, dass ich vor Schreck zusammen fuhr.
Putz rieselte auf den Boden. Ein zweiter Schlag folgte, und dann knirschte es. Stein rutschte über Stein um im nächsten Moment fiel ein schwacher Lichtschein zu uns in den Raum. Cyrill hatte einen Ziegelstein gelockert, und ihn dann aus der Wand gezogen. Dann ging es schneller. Cyrill löste Stein für Stein, bis ein etwa Meter großes Loch in der Wand entstand. Er öffnete die Tür, die schon vor Jahren zugemauert worden war, wurde mir klar. Der Gedanke nach dem Warum, zuckte mir durch den Kopf. Warum hatte man diesen Raum verschlossen, aber je länger ich darüber nachdachte, desto weniger wollte ich die Antwort wissen.
Cyrill machte so viel Lärm, dass ich befürchtete, dass jeden Augenblick einer von den Man in Black auftauchen würde, die sich um Bork Viran geschart hatten. Aber vermutlich kam mir das Ganze nur so laut vor, weil die Stille um uns herum so erdrückend war. Niemand tauchte auf, wir blieben unter uns.
Der erste, oder besser gesagt, die erste, die sich durch das Loch zwängte, war Romy. Sie verschwand in dem Gang dahinter. Mehrere Minuten des Wartens vergingen in denen ich immer nervöser wurde. Mussten die das unbedingt so spannend machen?
Dann tauchte ihr Kopf in dem Loch auf, und sie winkte uns zu sich nach draußen.
Levi und Cyrill folgten dieser Bitte ohne weitere Aufforderung. Danach kamen Fynn, Raphael und ich. Ich trat in einen schwach beleuchteten Kellergang, in dem es feucht und muffig roch. Es war kalt und überall hingen Spinnenweben. Licht spendeten schwache Glühbirnen an der Decke, die hin und wieder flackerten, und den Gang so eine besonders gruslige Note verliehen. Ich schauderte. Musste das wirklich so unheimlich sein?
Während ich mich umsah, kamen die restlichen Drachen aus dem alten Kohlenkeller geklettert. Als letztes Tristan. Er ließ einmal seinen Blick schweifen, und deutete dann nach rechts. Woher er wusste wo wir hinmussten? Ich nahm an, dass er die Grundrisse des Gebäudes in der Zwischenzeit auswendig gelernt hatte, und er war mit Roger ja schon einmal zu den Mädchen gebracht worden. Er übernahm die Führung. Zwei Mal mussten wir in den Kellergängen abbiegen, beide Male spähte er erst im die Ecke, bevor er uns weiter winkte.
Die Stimmung war angespannt, niemand sprach ein Wort. Selbst Luna verkniff es sich mich blöd von der Seite anzumachen. Wir bogen noch ein weiteres Mal ab, und hielten wenige Minuten später vor einer Tür, die sich in nichts von den andern unterschied. Sie war aus Holz, sie war alt, und feucht, und … sie war mit einem elektronischen Schloss verriegelt. Okay, vielleicht unterschied sie sich ja doch von den anderen.
Tristan deutet Raphael mit einer Geste, dass wir hier rein mussten, und sofort machte mein Freund sich mit seinem kleinen Zauberkasten daran, das Schloss zu entsichern. Mit einem Schraubenzieher öffnete er das Gehäuse des Tastenfelds neben der Tür, verband die Kabel darin mit einer Karte, die mit weiteren Kabeln an seine kleine Tastatur verbunden war, und tippte munter drauf los. Ich kam mir plötzlich ziemlich James Blond mäßig vor. James Blond, hi hi, blondes Haar, James Blond, kapiert?!
Raphael steckte etwas an seine Tastatur, das wie ein kleiner Bildschirm aussah. Hunderte und aberhunderte von Zahlen rasten in grüner Schrift darüber, und dann … warteten wir. Seufz. Wie ich Warten hasste. Ganz besonders in dieser Situation, in denen die Nerven sowieso schon zum zerreißen gespannt waren.
Es dauerte mehrere Minuten, dann sprang das kleine Lämpchen neben dem Tastenfeld in der Wand von rot auf grün, und mit einem Klick sprang die Tür auf. Raphael packte seine Sachen schnell zurück in seine kleine Kiste, während Romy die Tür aufriss, und erstarrte.
Zuerst wunderte mich ihre plötzliche Zurückhalten, wo sie doch die ganze Zeit immer die erste war, die vorgestürmt war, aber als ich einen Blick an ihr vorbei in den Raum dahinter warf, konnte ich sie nur zu gut verstehen. Das Bild das sich mir bot war so grotesk, dass ich im ersten Moment gar nicht begreifen wollte, was da drin vor sich ging.
An der linken Wand saßen acht Frauen. In Lumpen gehüllt, verschmutzt, abgemagert, und ein Leid ins Gesicht geschrieben, für das ich keine Worte fand. Keine von ihnen konnte älter als sein dreißig. Sie alle waren mit Ketten an die Wand gefesselt. Was war nur mit den Leuten los, befanden wir uns wieder im Mittelalter? Aber das war nicht das, was mich so schockierte. Es befand sich noch eine neunte Frau in diesem feuchtnassen Kellerraum, der nach Urin und anderen Exkrementen stank. Das flackernde Licht ließ die Pein in ihren Augen auf schaurige Weise erstrahlen. Ihre einst weiße Bluse war nach oben geschoben worden, untern herum trug sie gar nichts, aber das wirklich Schlimme daran war der Mann, der auf ihr lag, und sie zu etwas Zwang, das keine Frau jemals ertragen sollte. Sie sah zu uns, mir direkt in die Augen, und konnte ihren flehentlichen Hilferuf förmlich hören. Plötzlich sah ich mich an ihrer Stelle, sah wie es mir ergangen wäre, wenn Raphael den Mann im Anzug nicht von mir runter gerissen hätte.
Das alles nahm ich in Bruchteilen von Sekunden auf. „Oh mein Gott“, entfuhr es mir.
Der Mann, der unserer Ankunft bisher nicht bemerkt hatte, weil er zu sehr beschäftigt gewesen war, sah bei meinen leise gemurmelten Worten auf. Ich wurde zur Seite gestoßen. Er bekam nicht die Gelegenheit etwas zu sagen, oder zu tun, denn plötzlich waren Raphael und Romy bei ihm, rissen ihn mit einer Kraft von der Frau runter, die ihn durch den Raum fliegen ließ. Er krachte gegen die Wand, und sackte stöhnend in sich zusammen. Und dann war Levi bei ihm. Er packte den Mann an der Kehle, riss ihn hoch, und ließ seinen Schädel gegen die Wand krachen. Einmal, zweimal, dreimal. Ich zuckte bei jedem Zusammenprall zusammen. Blut klebte an der Wand, am Kopf, und in den Haaren des Mannes. Ich wollte schreien, dass er aufhören soll, weil er ihn sonst umbrachte, aber dann sah ich den Blick in Levis Augen und wusste, dass es genau das war, was er mit dem Kerl vorhatte.
Noch zwei weitere Mal krachte der Kopf gegen das Mauerwerk, dann ließ Levi ihn einfach fallen, wie Dreck der er war. Der Kerl war hinüber. Wenn noch nicht tot, dann zumindest bald, denn diese Kopfverletzung würde keiner heilen können.
„Chantal, meine Kiste!“ Raphaels Worte rissen mich aus meiner Trance. Ich griff nach der Kiste, die er hatte draußen stehen lassen, und brachte sie zu ihm und der Frau, die gerade vergewaltigt worden war. Auch sie war mit einer Kette am Arm an der Wand festgemacht worden. Sie hatte keine Chance gehabt, sich selber von diesem Kerl freizumachen, und plötzlich war es mir egal, dass er tot war. Die Strafe die Levi ihm hatte zuteilwerden lassen, war noch viel zu mild gewesen für das was er der Frau angetan hatte.
Ich zog mir mein schwarzes Shirt aus, riss es der Länge nach durch und bedeckte die Scham der Frau. Sie hatte wirklich genug durchgemacht, als das sie noch so offen rumliegen musste, während ein Haufen fremder Kerle hier rumlungerte. Dass ich nun im BH hier stand, interessierte mich reichlich wenig, und da ich es mir angewöhnt hatte, mein Zeichen von Chaim unter einer fetten Schicht Abdeckcreme zu verbergen, würde auch niemand bemerken, wer ich wirklich war. Währenddessen machte Raphael sich daran, mit seinem Handwerkzeug die Schelle der Frau zu lösen. Romy hockte neben ihr, strich ihr die Haare aus dem Gesicht, und redete beruhigend auf sie ein.
Hinter mit hörte ich reges Treiben, und ein kurzer Blick über die Schulter reichte mir um zu wissen, dass sich die anderen Drachen um die Frauen an der Wand kümmerten. Cyrill riss einfach die Ketten aus der Wand. Man, der Kerl hatte wirklich Kraft, der machte jedem Werwolf Konkurrenz. Fynn öffnete sie Schlösser auf die gleiche Art wie Raphael. Die Frauen die schon frei waren, wurden von den anderen Drachen aus der Zelle gebracht. Eine zierliche brünette wurde von Tristan getragen, weil sie zu schwach war um zu laufen. Ich wollte mir gar nicht vorstellen, was diese Frauen alles hatten über sich ergehen lassen müssen.
Romy begleitete die vergewaltigte Frau nach draußen. Ich eilte mit Raphael zu einer Frau ganz in der Ecke. Als ich ihr Gesicht sah, musste ich mich zusammenreißen, nicht vor ihr zurückzuschrecken, so schlimm sah sie aus. Sie war geschlagen worden, vor nicht allzu langer Zeit. Grün und Blau schimmerte ihr Gesicht, ihre Arme, und unter den Klamotten verborgen waren garantiert noch mehr Blutergüsse. Ihren rechten Arm hielt sie an die Brust gedrückt, ihr Auge war zu geschwollen, und an Lippe und Stirn hatte sie Platzwunden. Das Blut verklebte ihre Haare. Dieser Bastard von Bork Viran. Wenn ich ihn jemals zwischen die Finger bekam, Gnade ihm Gott.
Raphael löste ihre Schelle, und zog sie auf die Beine. Luna half gerade der letzten Frau, die noch hier war, und folgte uns dann nach draußen. Wir waren die letzten hier drin.
Die ganze Aktion konnte nicht länger als sechs oder sieben Minuten gedauert haben, aber mir kam es wie ein ganzes Leben vor, als ich endlich in den Korridor hinaustrat.
Die Frau neben Raphael wimmerte bei jedem humpelnden Schritt, und Tränen liefen ihr über die Wangen. Ob nun wegen der Schmerzen, oder weil sie froh über die Rettung war, wusste ich nicht. Vielleicht beides.
Wir nahmen den Weg den wir gekommen waren, doch vor der letzten Abbiegung ließ mich ein Schuss erstarren. Er war von weiter vorne gekommen. Etwas stimmte nicht. Da waren plötzlich Rufe, eine Frau schrie in Panik. Noch ehe Raphael mir etwas anderes sagen konnte, rannte ich los. Er rief mir hinterher, doch ich rannte weiter, um die Ecke herum, mitten hinein in einen Haufen aus knurrenden Wölfen, zornigen Vampiren, und ängstlichen Frauen. Wir waren aufgeflogen, die Man in Black hatten uns entdeckt.
Tristan und Levi hatten sich verwandelt, und rangen mit ihnen, hielten sie vom Loch in der Wand fern, während Romy die Frauen nacheinander hindurch schob, und die Männer Eiskalt erschoss sie, die versuchten sich ihr in den Weg zu stellen. Der Schuss war von ihr gekommen. Cyrill war auf der anderen Seite, und half ihr. An mir vorbei stürzte sich Fynn, das Gesicht zu einer Maske des Zorns verzogen, die Reißzähne spitz und tödlich, versenkte er sie in den erstbesten, der ihm zwischen die Finger kam.
Luna raste zum Loch, schob ihre Frau hindurch, und bemerkte den Kerl nicht, der sich heimlich an sie heranpirschte, aber ich sah ihn. Die Waffe in seiner Hand zielte auf Lunas Kopf. Ich zögerte nicht, machte einen Satz in seine Richtung, genau in seine Seite, und brachte ihn in dem Moment zu fall, als er abdrückte. Der laute Knall hallte in meinen Ohren nach.
Fluchend ging der Mann zu Boden. Ich sah zu Luna. Die Kugel hatte sie verfehlt, war neben ihrem Kopf in der Wand eingeschlagen. Nun war sie wohl doch ganz froh, dass ich mitgekommen war. Diesen heiteren Gedanken konnte ich später immer noch auskosten, jetzt hatte ich besseres zu tun. Ich sah Levi, der von einem Typ im Nacken gepackt war, und Schwierigkeiten hatte, sich selbst frei zu machen. Ohne darüber lange nachzudenken, jumpte ich los um ihm zu helfen, doch der Typ, den ich zu Fall gebracht hatte, hatte da anderes im Sinn. Er packte mich an den Fußknöcheln, und ich landete der Länge nach auf dem Boden. Ich hatte gerade noch Zeit, die Arme nach vorne zu reißen, um nicht mit dem Gesicht voran auf dem steinernen Boden zu klatschen.
Der Kerl zerrte mich an dem Fuß zu sich, versuchte sich über mich zu werfen, doch meine Beine machten sein Vorhaben schwer. Ich trat nach ihm, traf ihn mehr als einmal. Im Gesicht, an der Schulter, an der Hand mit der er mich festhielt, doch der Kerl wollte einfach nicht locker lassen. Es war als würde er keinen Schmerz spüren. Vielleicht lag das aber auch nur an dem Adrenalin, das ihm genau wie mir durch die Adern pumpte.
Ein weiterer Tritt genau gegen seine Schläfe. Er zischte, fluchte, und im nächsten Moment hatte er seine Waffe auf mich gerichtet. Vor Entsetzten wurde ich ganz starr. Er ließ mich los, und richtete sich auf. Mit der Hand wischte er sich Blut von der Lippe, ließ mich aber keinen Moment aus den Augen, und die Mündung seiner Waffe zielte genau auf meinen Kopf. „Jetzt bist du wohl nicht mehr so widerspenstig, du kleine Schlampe.“
Ich schluckte, sah mich schon blutend am Boden liegen, als Tristan ihn ansprang, und mit seinem Körpergewicht zu Boden schleuderte. Die Waffe flog durch die Luft, landete irgendwo außerhalb meiner Reichweite.
Tristan zögerte nicht. Er versenkte seine Zähne in der Kehle seines Gegners, und riss sie auf. Eiskalt und ohne jedes Gefühl. Der Mann griff sich ans blutende Fleisch, drückte die Hände darauf, aber es war zu spät. Für ihn gab es keine Rettung mehr. Fassungslos sah ich zu, wie seine letzten rasselnden Atemzuge verhallten, wie Tristan sich zu mir umwandte, die Schnauze blutig, und ein Ausdruck in den Augen, der einfach nur als kalt zu beschreiben war. „Alles in Ordnung bei dir?“
Ich nickte nur, außerstande meine Stimme zu finden. Dann stürzte sich ein schwarzer Wolf auf ihn. Sie beide gingen in einem haarigen, knurrenden Knäuel unter. Ich war versucht ihnen zu helfen, bemerkte dann aber, das Levi immer noch mit seinem Gegner beschäftig war, der ihn auf dem Boden drückte, und seine Beine schmerzhaft verdrehte, dass es ihm unmöglich war, sich zu wehren.
Ich schüttelte das Entsetzten ab, die Bilder in meinem Kopf, und stürzte mich auf den Man in Black. Ich sprang ihn an, riss ihn mit mir zusammen zu Boden, runter von Levi. Halb mit dem Rücken krachte ich gegen die Wand des engen Ganges. Der Schmerz raubte mir für einen Moment den Atem, aber ich hatte keine Zeit mich davon zu erholen, der Typ wollte mich packen, und dann … stellte ich zu meinem Überraschung fest, dass es sich bei dem Typen um eine Frau handelte. Doch dies änderte nichts, jedenfalls nichts bedeutendes, außer mein Bild von der Welt. Sie beugte sich zu mir, wollte mich an den Haaren packen. Ohne zu wissen, was ich da eigentlich tat, rammte ich meinen Elenbogen zur Seite, der Tussi mitten ins Gesicht. Ich hörte ein Knacken, und Blut schoss aus ihrer Nase. Sie heulte auf vor Schmerz, und warf sich wütend auf mich. Verdammt hatte die eine Kraft. Sie versuchte mich auf dem Boden zu halten, doch zum Leid für sie, war ich viel zu geübt darin, mich aus dieser Situation zu befreien. Sobald sich die Möglichkeit bot, riss ich mein Knie nach oben, und donnerte es ihr zwischen die Beine. Vielleicht brachte es bei ihr nicht so viel wie bei einem Kerl, aber auch Frauen spürten dort Schmerz. Stöhnend rollte sie sich zur Seite. Ich beeilte mich auf die Beine zu kommen, und trat ihr gegen den Kopf. Augenblicklich wurde sie ruhig.
Bevor mir klar werden konnte, was ich da gerade getan hatte, stieß mich jemand nach vorne, und ich landete zum dritten Mal auf dem Boden. Ein Fluch ertönte hinter mir. Es war Raphael. Er war es auch der mich weggestoßen hatte. Sein Bein blutete, und erst als ich das Messer neben ihm entdeckte, wurde mir klar, was fast geschehen wäre. Das Messer steckte dort, wo ich vor einem Moment noch gestanden hatte. Hätte Raphael mich nicht weggestoßen, würde es jetzt in meinem Rücken stecken. Aber es hatte mich nicht getroffen, dafür aber ihn.
Ich eilte zu ihm, wollte mir die Wunde ansehen, doch er packte meinen Arm, und stieß mich Richtung Loch. Erst da fiel mir auf, dass alle Frauen, und so gut wie alle Drachen verschwunden waren. Außer mir und Raphael war nur noch Levi auf dem Gang, beschäftigt damit, die Kerle fernzuhalten.
„Los, durch da“, befahlt Raphael, die geklaute Waffe wachsam in den Gang gerichtet.
Mir bleib keine Zeit zum nachdenken. Da kamen noch mehr von diesen Gorillas. Wir waren in der unterzahl. Rückzug war die letzte Chance. Eilig stieg ich durch das Loch, hinter mir kam Levi hindurch gesprungen, auf Cyrill zu, der an der Luke wartete. Jemand hatte dort eine Strickleiter befestigt. Cyrill schnappte sich Levi, und kletterte mit ihm zusammen nach oben. Wie er das machte, sah so leicht aus, dass mir klar wurde, dass er das nicht zum ersten Mal tat. Ich lief ihnen hinterher, griff nach den Stricken, doch dann wurde mir bewusst, dass Raphael nicht gefolgt war. Unschlüssig sah ich von der Leiter zum Loch. Er war noch da draußen, ich konnte ihn vor dem Loch sehen.
„Chantal“, rief Fynn von oben. „Was machst du? Komm endlich!“
Ich zögerte. Ich konnte nicht gehen, nicht ohne Raphael, doch gerade als ich zu ihm zurück wollte, kam er durch das Loch gehastet. Erleichtert fiel ich ihm um den Hals, nur einen Moment, dann zog er mich zur Leiter. Aber er benutzte sie nicht, wie ich erwartet hatte, sondern packte mich an der Taille, und sprang mit mir zusammen die vier Meter nach oben. Wäre ich nicht so froh darüber hier raus zu sein, hätte ich mir einen Moment genommen, um darüber verwundert zu sein.
Oben ließ er von mir ab, ergriff die Seitenklappen der Kohleluke, und schlug sie zu. An der Hand zog er mich weg, rannte mit mir die Straße entlang, bis zu einem Lieferwagen, in den er mich einfach hinein schubste. Mir bleib nicht die Zeit zu protestieren. Ich fiel auf den Boden, hörte das Zuschlagen der Tür, und erst einen Moment später wurde mir klar, dass Raphael nicht mit eingestiegen war. „Nein!“ Hastig stemmte ich mich hoch, wollte die Seitentür aufreißen, und nach meinen Freund suchen, doch der Wagen fuhr mit quietschenden Reifen los, und ich fiel erneut. Das gab es doch einfach nicht. Fluchend griff ich nach der Tür, doch ehe ich den Knauf erreichte, wurde ich am Arm gepackt, und daran gehindert. „Nein!“, schrie ich, und wollte denjenigen abschütteln, der mich da festhielt, doch er ließ nicht los.
„Keine Angst, er kommt gleich nach“, sagte Roger in ruhigem Tonfall.
„Wo ist er hin? Warum ist er nicht mit uns gefahren?“
„Spuren verwischen.“ Er ließ mich los, und zog sich das Hemd über den Kopf. Anschließend reichte er es mir. „Hier.“
Ich hatte ganz vergessen, dass ich nur einen BH anhatte, nahm es dankend entgegen, und zog es über. Erst dann wurde ich mir meiner Umgebung bewusst. Die neun Frauen, die wir aus dem Keller geholt hatten, drängten sich ängstlich an der Wand des Lieferwagens, na ja, eigentlich waren es nur acht. Die Neunte von ihnen half Romy und Luna dabei, die anderen zu versorgen. Sie bekamen Wasser, und ihre Wunden wurden Versorgt. Romy sah dabei aus, als wäre sie ganz in ihrem Element. Sie schiente den Arm der der zusammengeschlagen Frau, ganz so als hätte sie das schon tausend Mal gemacht.
„Sie ist Ärztin“, erklärte Roger, der merkte, wie ich sie beobachtete.
Das verblüfte mich. „So sieht sie gar nicht aus.“
Roger lächelte. „Cyrill sieht auch nicht aus, als wäre er Erzieher, aber genau das ist er. In einem Kindergarten.“
„Cyrill?“ Bei dem Gedanken, wie dieser große Mann mit kleinen Kindern spielte, musste ich schmunzeln, aber ein schmerzliches Wimmern lenkte meine Aufmerksamkeit zurück auf die Frauen. Sie brauchten Hilfe, für ein Schwätzchen war jetzt keine Zeit. Also richtete ich mein Halstuch vor dem Gesicht, und ging Romy und Luna so gut zur Hand, wie ich nur konnte. Wir versorgten die Frauen mit dem Wenigen, das uns zur Verfügung stand. Sie würden sich später noch einmal richtig behandeln lassen müssen.
Über eine halbe Stunde fuhren wir durch die Straßen, wurden hin und her geschaukelt, wenn Zachary abbog. Er fuhr schnell, aber vorsichtig, brachte uns aus der Stadt hinaus zu einem kleinen Feld irgendwo in der Pampa. Die Sonne blinzelte schon am Horizont, als er schließlich anhielt. Ich verließ hinter Roger den Lieferwagen, und sah mich neugierig um. Weit und breit war keine Seele zu entdecken, keine Häuser, keine Zivilisation. Vielleicht waren wir doch länger gefahren, als ich gedacht hatte. Wir standen auf einem weitläufigen Feld, das von einer Baumreihe vom nächsten getrennt war. Ein Stück weiter stand ein kleiner Reisebus, aus dem eine ältere Dame ausstieg, und direkt auf uns zuhielt. „Kannst du keine Uhr lesen?“, fuhr sie Roger ohne Umschweife an. „Ihr kleinen Scheißer solltet schon vor einer halben Stunde hier auftauchen!“
O-kay, das mit der Dame nahm ich zurück. Sie sah aus wie eine nette, kleine Omi, aber hinter dieser trügerischen Fassade verbarg sich ein Mannsweib.
„Krieg dich ein, du alte Schreckschraube“, maulte Luna, und half den Frauen beim Aussteigen. „Sonst bekommst du noch einen Herzinfarkt, und beißt uns ins Gras.“
„Das hättest du wohl gerne, aber ich werde sogar dich, und deinen arroganten Hintern überleben.“
„Nicht wenn du weiter wie eine Dampfwalze qualmst. Die Scheiße wird dich noch umbringen, du alte Fledermaus.“
„Das ich draufgehen werde, ist mir schon klar, aber bevor meine Kippen das Schaffen, schafft ihr das.“
Etwas unbehaglich verfolgte ich das Gespräch wie einen Schlagabtausch. Die beiden beleidigten sich zwar aufs gröbste, ohne jede Höflichkeit, aber es hatte auch etwas herzliches, etwas Vertrautes an sich.
„Hannah ist Lunas Urgroßmutter“, erklärte Roger mir. „Die beiden reden immer so miteinander.“
„Oder noch schlimmer“, gab Romy ihren Senf dazu. „Manchmal wundert es mich echt, dass sie sich noch nicht gegenseitig umgebracht haben, und …“
„Ja ja“, unterbrach Hannah. „Wollt ihr die ganze Zeit nur dummes Zeug quatschen, oder würdet ihr eure Ärsche endlich in Bewegung setzen, und den armen Frauen da helfen.“ Sie zeigte mit ihrem Gehstock auf die vier verbliebenen Frauen, die unentschlossen aus dem Lieferwagen späten. Alle, inklusive Roger verdrehten die Augen, sogar Zachary, der zum helfen aus dem Wagen gestiegen war. Sie brachten die Frauen zu dem Reisebus.
Ich sah ihnen dabei zu, nicht sicher, ob ich helfen sollte, oder nur im Weg stehen würde. Sie schienen ein eingespieltes Team zu sein. Jeder wusste, was er zu tun hatte, und ich? Na ja, ich hatte zwar geholfen, aber ich gehörte irgendwie nicht dazu.
Hannah maulte mit Romy rum, als die ihr nicht schnell genug Platz machte, und Luna fing an zu kichern, woraufhin sie sich eine mündliche Scharte von ihrer Urgroßmutter einfing.
„Wohin bringt ihr die Frauen?“, fragte ich Roger, der neben mir stand, und das Ganze wie ich beobachtete.
„Zurück nach Hause wo sie hingehören, zu ihren Familien. Dort können sie versuchen das Erlebte zu verarbeiten.“
Ich kaute auf meiner Lippe herum, als die Frau, der ich mein Shirt gegeben hatte, von Luna in den Bus geleitet wurde. „Es wird nicht leicht für sie werden“, sprach ich meine Gedanken laut aus.
„Das ist es nie.“ Er trennte sich von mir, und ging zu Hannah, die ihn mit energischen Gesten zu sich heranwinkte. Zur gleichen Zeit hörte ich das Motorrad. In Erwartung Raphael zu sehen, verengte ich mir fast den Hals, als ich herumwirbelte, doch es war Tristan mit Fynn. Enttäuschung, und auch Sorge machen sich in mir breit. Es war nicht so, dass ich mich nicht freute die beiden zu sehen, aber es war halt nicht mein Vamp.
Fynn machte sich direkt daran den anderen zu helfen, während Tristan an seiner Maschine zurück blieb. Ich sah zu ihm, sah die Traurigkeit in seinen Augen, und mir wurde bewusst, dass bei allem was wir heute geschafft hatten, eine Sache noch immer ausstand. Wir hatten Vivien nicht gefunden, und nach wie vor keinen Hinweis, wo wir weitersuchen sollten. Er hatte sich zurückverwandelt, irgendwo Klamotten herbekommen, und das Blut abgewaschen, und doch erinnerte ich nur zu gut, mit welcher Kälte er ein Leben genommen hatte. Ich schauderte bei der Erinnerung daran, wie er dem Mann die Kehle zerfetzt hatte, aber es war die Verzweiflung an ihm, die mich dazu antrieb zu ihm zu gehen, und ihn Wortlos in die Arme zu nehmen. Er hatte das nicht aus Lust am töten gemacht, sondern weil er mir helfen wollte. Ohne ihn würde ich wahrscheinlich nicht mehr hier stehen.
Tristan zögerte bevor er die Geste erwiderte, und mich fest an sich drückte. „Wir werden sie schon finden“, versprach ich ihm. „Wir geben nicht auf, bis wir sie zurück haben.“ Ich hatte keine Ahnung wie ich dieses Versprechen einlösen sollte, aber ich wusste, dass ich nicht aufgeben würde. Ich hatte nun mit eigenen Augen gesehen, wozu die Sklars Imstande waren, und ich würde alles daran setzten, Frauen aus ihren Fängen zu befreien.
Tristan blieb still, und ließ sich von mir trösten, erlaubte sich einmal ein kleinen wenig Schwäche zu zeigen, und es war ein Beweis für mich, wie sehr er sich in der Zwischenzeit auf mich verließ. Er vertraute mir. Erst als Fynn zu uns kam, ließ ich ihn los, und war nicht überrascht, als Tristan sich unbemerkt eine Träne aus dem Augenwinkel wischte. Ich tat so, als hätte ich es nicht bemerkt, und konzentrierte mich auf Fynn. „Wir fahren jetzt, will einer mitkommen?“
„Nein“, sagte ich, und schüttelte den Kopf. „Wir haben hier noch einiges zu erledigen.“ Mit hier war Amsterdam gemeint, und nicht das Feld auf dem wir standen.
Fynn schien zu verstehen. Seine Augen huschten zu einer Stelle an meinem Kopf. „Du blutest. Warte, ich mach das.“ Er steckte sich den Finger in den Mund, und wollte die damit den keinen Riss an meiner Stirn heilen, doch ich wich vor der Berührung zurück. Nicht weil ich glaubte, dass er irgendwelche unappetitlichen Bakterien im Speichel hatte, sondern weil ich mir meiner Markierung sehr bewusst war, und auch über die Reaktionen, die das bei den Leuten auslöste.
Er verdrehte ungeduldig die Augen. „Nun hab dich doch nicht so, geht ganz schnell.“ Er versuchte es ein zweites Mal, aber Tristan hinderte ihn daran. Er verstand sehr gut, warum ich mich so verhielt.
„Sie möchte es nicht“, sagte er sanft aber deutlich.
Ich sah das Fynn noch etwas sagen wollte, aber in dem Moment hörte ich das Motorengeräusch, und wusste Instinktiv, wer sich da nährte. „Raphael!“ Ich ließ die beiden einfach stehen, und eilte meinem Freund entgegen. Er hatte den Motor kaum abgestellt, als ich ihm schon um den Hals fiel. Hinter ihm saß Cyrill, doch ihm schenkte ich keine Aufmerksamkeit, ich war einfach nur froh, dass Raphael hier war, und es ihm gut ging.
Nach dem kleinen Überfall meinerseits ließ ich ihn los, und funkelte ihn böse an. Erst da wurde mir klar, wie wütend ich auf ihn war, dass er einfach so verschwunden war.
Als er seinen Helm vom Kopf zog, sah ich, dass er ebenfalls wütend war, und bevor ich auch nur ein Wort sagen konnte, fuhr er mich schon an: „Sagt mal willst du dich umbringen? Ich hatte dir gesagt, dass du hinter mir bleiben sollst, und du stürmst einfach los, und wirfst dich mitten in die Schießerei!“
„Ich wollte doch nur …“
„Es ist egal was du wolltest, du hast nicht nachgedacht. Du könntest tot sein!“
„Du genauso“, zischte ich ihn an. „Oder bist du neuerdings aus Stahl?“
„Nein, aber ich habe mit solchen Situationen Erfahrung, du nicht. Hätte ich gewusst, dass du dich einfach so in Lebensgefahr bringen würdest, hätte ich dich nicht mitgenommen.“
Ich schnaubte. „Als wenn du mich hättest daran hindern können.“
Wütend starrten wir uns an. Ich bemerkte kaum, wie Cyrill sich heimlich davon stahl, oder wie die anderen uns neugierig von weiten beobachteten. „Bei den anderen machst du nicht solche Zicken“, zischte ich.
„Die anderen sind mich auch nicht so wichtig, Wölfchen“, brummte er. Dann fuhr er sich seufzend mit der Hand durchs Gesicht. „Tut mir leid, ich hatte dich nicht so anfahren wollen.“
„Ist schon gut“, sagte ich, und nahm sein Gesicht zwischen die Hände. Ich verstand ihn ja, er hatte sich nur Sorgen gemacht. Wäre es anderes herum gewesen, hätte ich vermutlich genauso reagiert.
Er legte seine Hand auf meine, und schmiegte sein Gesicht an meine Haut. „Tu mir nur einen Gefallen, und handle nie wieder so unüberlegt.“ Er sah müde aus, fertig vom Tag.
„Ich werde es versuchen.“ Mehr konnte ich nicht versprechen, dafür handelte ich einfach zu gerne impulsiv. Er verstand es, und küsste mich, hörte erst damit auf, als die anderen sich von uns verabschiedeten. An Raphaels Seite sah ich zu, wie der Reisebus langsam vom Feld rollte. Nur Tristan blieb mit uns beiden zurück.
Danach kehrten wir in unser Motelzimmer zurück in dem Levi wartete. Auch er hatte sich wieder in einen Mann verwandelt. Der Ernst, und die Anspannung waren verschwunden, und der Spaßvogel war zurückgekehrt. Wie legten uns schlafen – alle ins selbe Bett, was es sehr eng machte, oder kuschelig, wie Levi es ausdrückte –, aber es vergingen noch Stunden, bevor wir wirklich sie Augen schlossen. Zu viel ging uns durch die Köpfe. Wir kauten die ganze Aktion von vorne bis hinten durch. Besprachen die Fehler, was wir hätten anders machen müssen. Ich war die erste, die sich der Erschöpfung ergab. An Raphael gekuschelt, umfingen mich Träume, die mich den ganzen Abend ein weiteres Mal durchleben ließen.
An nächsten Abend ging es im alten Trott weiter, und auch an dem Abend darauf. Nach knapp zwei Wochen verabschiedete Levi sich, und ich blieb mit Tristan und Raphael alleine in Amsterdam zurück. Wir fanden keine Spur von Vivien, dafür aber weitere Sklars, mit denen wir ähnlich verfuhren wie mit den anderen. Ich lernte ein paar andere Drachen bei dieser Aktion kennen, aber sie brachte uns unserem Ziel kein Stück näher.
Ich brauchte fast einen Monat um Tristan davon zu überzeugen endlich weiterzuziehen. Er wollte nicht aufgeben, aber irgendwann sah er ein, dass wir in dieser Stadt nicht weiter kamen. Unser Weg führte uns nach Brüssel in Belgien. Hier waren viele Aktivitäten der Sklars vermerkt worden, doch so sehr wir uns auch anstrengten, wir fanden nicht den benötigten Hinweis.
Weitere Monate zogen ins Land. Alle paar Wochen zogen wir um. Es wurde zum Alltag. Nachts waren wir im Auftrag der Drachen unterwegs, Tagsüber arbeiteten wir, und wenn wir Zeit fanden, schliefen wir.
Ich sah Städte in die ich schon immer reisen wollte, Dörfer von denen ich noch nie etwas gehört hatte, aber dieses Nomadenleben machte mir nichts aus, solange ich mit Raphael und Tristan zusammen sein konnte. Wir waren ein Team, alle für einen, und einer für alle. Es war, als gehörten wir schon immer zusammen. Auch wenn wir uns manchmal in die Haare bekamen.
Raphael begann damit mir Unterricht in Selbstverteidigung zu geben, damit ich mich zur Wehr setzten konnte, denn ich begleitete die Jungs bei jedem Auftrag, und kam mehr als einmal in eine brenzlige Situation.
Weinachten und Neujahr verbrachten wir in Arnsberg. Wir hatten nicht viel Geld, aber allein dass wir zusammen waren, machte das ganze schon zu einem Fest. Im Januar, zwei Tage vor meinen achtzehnten Geburtstag verschwand Raphael, Auftrag für die Drachen. Ich blieb mit Tristan allein zurück, und verfluchte meinen Freund heimlich dafür, dass er sich geweigert hatte, mich mitzunehmen. Dafür war die Freude als er zurück kam, umso größer, besonders als er seine Lederjacke öffnete, und ein böse funkelnder Elvis darunter zum Vorschein kam. Ich fiel vor Freude förmlich über meinen Freund her. Das war das beste Geburtstagsgeschenk, das er mir hatte machen können. Er hatte keinen Auftrag zu erledigen gehabt, er war zu mir nach Hause gefahren, um mir den Einzigen zu bringen, den ich aus meiner Vergangenheit behalten konnte.
Natürlich war Elvis ganz schön sauer. Einerseits über die unbequeme Fahrt – ich glaubte nicht, dass er Motorräder leiden konnte – andererseits darüber, dass ich ihn solang allein gelassen hatte. Dieser Kater konnte ziemlich nachtragen sein. Es dauerte mehrere Tage, bis er sich eingekriegt hatte, und mich nicht nur mit dem Arsch ansah. Nur mit Tristan wollte er sich nicht so recht anfreunden. Von nun an reisten wir zu vier, und wir reisten wirklich viel. Da wir uns sicher waren, dass der Hof immer noch hinter mir her war, konnten wir nicht allzu lange am selben Ort bleiben.
Ich lernte noch weitere Drachen kennen, Frauen und Männer, Vampire und Werwölfe, alle mit ihrer eigenen Geschichte. Mit manchen verstand ich mich auf Anhieb, so wie mit Levi, und andere konnte ich vom ersten Moment an nicht leiden – man denke nur an Luna. Nach und nach wurde ich zu einer von ihnen. Ich wurde ein Drache, mit Leib und Seele. Ich hatte mich gefragt, ob ich so sein konnte wie Raphael, ob ich mich für die, die unsere Hilfe brauchten, einsetzten konnte, und mit jedem weiteren Auftrag, erkannte ich in dieser Aufgabe meine Bestimmung. Tägliches Training mit Raphael wurde fest in meinem Tagesplan eingebaut, und Romy, die ich hin und wieder sah, lehrte mich mit Waffen umzugehen – auch wenn ich sie nie benutzte. Ich hatte einfach eine scheiß Angst vor diesen Dingern.
Der Frühling zog an uns vorbei, der Sommer kam und ging. Es gab Zeiten, da vergas ich meinen echten Namen. Nur eine Handvoll der Drachen wussten wer ich wirklich war. Die anderen Drachen, oder auch Leuten, denen ich auf meiner Reise begegnete, kannten mich nur als Chantal. Tage, Wochen und Monate vergingen, in denen mich nicht ein einziger mit meinem wahren Namen ansprach, nicht mal Raphael. Wenn wir alleine waren, war ich sein Wölfchen – mich Prinzessin zu nennen hatte er sich zum Glück abgewöhnt –, und wenn andere dabei waren, dann war ich Chantal. In dieser Zeit existierte Cheyenne nicht mehr, ich hatte sie hinter mir gelassen.
Die Zeit verging, ich wurde älter, und begann mich zu vergessen, wie ich früher war. Mehr als ein Jahr zog ins Land. Mein altes Leben war Vergangenheit, und ich lebte in der Gegenwart, und auch wenn wir für andere nach außen einfache Leute waren, so verloren wir nie unser Ziel aus den Augen, nämlich Vivien zu finden, doch es war, als sein sie vom Erdboden verschluckt worden.
In jedem neuen Land hatte ich mit weiteren Sprachschwierigkeiten zu kämpfen. Ohne Tristan, der meist unseren Übersetzter spielte – ich war wirklich erstaunt, wie viele Sprachen er beherrschte – wäre ich wahrscheinlich verloren gewesen.
Wir zogen weiter. Von Paris nach Lyon, weiter nach Genoa in Italien. Eine Zeitlang lebten wir in Vienna, sogar nach Afrika in den Sudan wurden wir für ein paar Tage geschickt, wo wir ein äußerst interessanten Zusammenstoß mit einem Therianthropen hatten – diese Biester sind echt bösartig. Aber egal wo wir waren, egal wie viele Sklars wir ausmachten, wie viele Frauen und Männer wir aus ihren Fängen befreiten, wir fanden nie die eine nach der wir suchten.
Mit der Zeit verfiel Tristan in zunehmenden Depressionen, und eines Morgens war er einfach verschwunden. Es war Herbst, knapp eineinhalb Jahre nach dem größten Ausbruch, den ich je zustande gebracht hatte. Ich erwachte in Raphaels Armen, und merkte sofort, dass hier etwas nicht stimmte.
Elvis schlief friedlich am Fußende des Bettes. Alles war wie immer, außer diesem bohrenden Gefühl, dass hier etwas ganz und gar verkehrt war. Ich brauchte nur meinen Kopf zu drehen, und bemerkte sofort, dass Tristans Sachen verschwunden waren. Ohne Raphael den Grund zu nennen, stürmte ich aus dem Zimmer, und Tränen stiegen mir in die Augen, als ich nur ein Motorrad einsam auf der Straße stehen sah. Tristan war gegangen, er hatte uns im Stich gelassen, und nicht mal einen Grund genannt. Was ich ihm am meisten übel nahm war, dass er sich nicht einmal verabschiedet hatte, dass er sich einfach klammheimlich davon gemacht hatte.
Später fanden wir einen Brief von ihm, der nur wenige Worte beinhaltete. Im Grunde schrieb er nur, dass wir nicht nach ihm suchen sollten. Aber da hatte er die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Natürlich machten wir uns auf die Suche nach ihm – ohne Erfolg. Er war verschwunden, und niemand wusste, wohin. Es war ein Schock für mich, dass er uns verlassen hatte, dass er sich alleine aufgemacht hatte um nach Vivien zu suchen, aber noch schlimmer traf es Raphael. Sein Bruder war alles, was ihm seit Vivien geblieben war. Anfangs war es sehr schwer für ihn, doch er lernte damit zu leben, so wie ich gelernt hatte Chantal zu sein. Wir machten weiter, wie wir es die ganze Zeit getan hatten.
Immer wieder sah ich Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie existierten. Ich lernte eine Grausamkeit kennen, die ich nie für Möglich gehalten hatte, und mit jeder weiteren wuchs mein Hass auf die Sklars. Es kam nicht selten vor, dass bei unseren Unternehmung einer von den Händlern sein Leben ließ, und wenn es mir am Anfang noch grausam, und unmenschlich vorgekommen war, so begann ich zu lernen, dass dies die einzige Möglichkeit war, diesem Treiben ein Ende zu setzten. Wir vernichteten die Bösen wo wir nur konnten.
Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, dass wir die Guten waren, dafür waren die Dinge die wir manchmal taten, einfach zu schrecklich, aber wir sorgten auf jeden Fall dafür, dass wie Welt ein kleines bisschen besser wurde. Auch ich tötete. Beim ersten Mal war es noch sehr schwer, und Schuldgefühle lagen schwer auf meiner Seele, doch je öfter ich es tat, je mehr ich sah, was die Sklars ihren Gefangenen antaten, um so leichter wurde es für mich. Ich war immer ein Herzensguter Mensch gewesen, aber sobald ich einen von ihnen gegenüber stand, schaltete ich meine Gefühle einfach aus. Ich wurde eiskalt, und empfand keine Reue für das was ich tat. Die Drachen hatten mich zu einer Killerin gemacht, einer Killerin, die vor nichts zurückschreckte.
Da mir Waffen immer noch ungeliebt waren, fing ich an mit Giften zu arbeiten. Eiskalt und schnell. Ich wurde zu einem wandelnden Lexikon wenn es um Gifte ging. Sowohl pflanzliche, als auch tierische. Ich wurde zum Skorpion.
Eines Tages tauchte Raphael mit einem Campingwagen auf, den er billig erstanden hatte. Wir richteten ihn wieder her, verhökerten den letzten Schmuck den ich noch besaß, und schufen uns unser eigenes Heim. Das einzige Schmuckstück, das ich behielt, war das Katzenarmband von meinem Vater. Und natürlich den kleine plastikring von Raphael, den ich wieder angefangen hatte zu tragen. Abgesehen von der Zeichnung die Tristan einmal für mich gemacht hatte, war das mein größter Schatz.
Es war schön endlich nicht mehr in gemieteten Räumen schlafen zu müssen, und auch wenn es ein bisschen eng war, so war es etwas, das mir Sicherheit gab. Ich hatte nun ein Zuhause, ein Zuhause, das ich auf meinen Reisen mitnehmen konnte. In Stralsund machte ich sogar den Führerschein. Das war notwendig, damit ich mein Haus fahren konnte.
Es vergingen weitere Wochen und Monate, und mit jedem Vollmond der am Himmel stand, wurde ich mehr zum Wolf, aber nie schaffte ich die Verwandlung, die ich so ersehnte. Levi tauchte hin und wieder bei uns auf, gab mir weiteren Unterricht, aber es nützte nichts. Ich wurde sehr gut darin, teile von mir zu wandeln, meine Sinne auf Befehlt zu schärfen, doch egal wie sehr ich mich anstrengte, der letzte Schritt wollte mir einfach nicht gelingen. Ich blieb ein verkrüppelter Dimidius, und fand mich mit der Zeit damit ab. Doch das war nicht das schlimmste an der ganzen Sache. Seit Tristan verschwunden war, wurde ich immer sehr schnell sehr reizbar, hatte manchmal das Gefühl verrückt zu werden. Schnell wurde mir klar, woran das lag: der Einsame Wolf.
Ich hatte nie gedacht, wie schlimm es sein würde, niemanden aus dem Rudel bei sich zu haben, doch ich spürte es mit jedem Tag mehr. So begann ich hin und wieder ohne Raphael auszugehen, um mir andere Werwölfe zu suchen. Mit machen freundete ich mich sogar ein wenig an, bis der nächste Umzug vor der Tür stand. Es war eine Schwierige Zeit für mich, aber Raphael verstand es, und auch wenn es ihm gegen den Strich ging, dass ich mich mit anderen Männern traf, so ließ er es zu, da er um mein geistiges Wohl besorgt war.
Außer Raphael gab es die ganze Zeit nur eine andere Person, die ich aus meiner Vergangenheit noch hatte: Sadrija. Ich telefonierte alle paar Wochen mit ihr, und wurde so immer auf den neusten Stand der Dinge gebracht. Mein Verlobter – kotz – wartete wohl noch immer auf meine Rückkehr, und sein Vater war mehr als sauer über mein Verschwinden. Selbst nach Jahren noch suchten sie nach mir, aber nicht mehr so intensiv wie am Anfang. Diego war am Hof geblieben, und fungierte nun als Sadrijas persönlicher Umbra, aber Lucy war irgendwann einfach verschwunden. Sadrija wusste nicht warum, oder wohin sie gegangen war. Eines Morgens war sie einfach weg.
Einmal als wir in der Nähe von Reuls, einem kleinen Ort, der nur von Werwölfen bewohnt wurde, vorbei kamen, wagte ich es mich sogar hinein, weil ich wusste, das Sadrija dort auf irgendeinem Bankett war. Ich hatte nur einen kurzen Blick auf sie erhaschen können, aber es hatte gereicht, um mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Als ich ihr später davon berichtete, war sie sauer, dass ich mich nicht hatte gezeigt. Sie hätte mich auch gerne gesehen, aber ich war der Ansicht, dass es schon gefährlich genug gewesen war, überhaupt so weit in ihre Nähe zu gehen.
Sydney soll sich auch verändert haben. Früher hatte man ihn noch hin und wieder im Garten gesehen, aber seit meinem Verschwinden, verbrachte er wohl jede freie Minute bei seiner Arbeit. Sadrija hatte mir berichtet, dass sie ihn nachts manchmal sah, wie er sich aus dem Schloss stahl, und ins Labyrinth schlich. Sie wusste nicht was er da tat, aber wenn er von seinen Ausflügen zurückkehrte, war er immer sehr niedergeschlagen. Es brach mir fast das Herz, denn ich wusste nur zu gut, was ihm in diesen Momenten durch den Kopf ging.
Nach unserem misslungenem Telefonat hatte ich mich nicht mehr bei ihm gemeldet, und auch wenn ich Raphael hatte, so dachte noch sehr oft an ihn.
Mein Vater arbeitet nach wie vor als Berater am Hof, doch auch er hatte sich verändert, war stiller als jemals zuvor. Von meiner Mutter erfuhr ich nichts. Sie hatte mit dieser verborgenen Welt im weitesten Sinne nichts zu tun. Einmal hatte ich sie angerufen, nur um ihre Stimme zu hören, natürlich ohne dass Raphael etwas davon wusste. Sie hatte wie immer geklungen, nur etwas müde. Die Sekunden bevor ich wieder aufgelegt hatte, waren wie eine Reise in die Vergangenheit gewesen, und hatten mir Träume von besseren Zeiten beschert, doch die Vergangenheit ließ sich nicht zurückholen, und da mir dieser Anruf mehr Leid als Freude gebracht hatte, tat ich es kein zweites Mal.
Die Zeit glitt weiter dahin. Irgendwann landeten wir in Itzehoe, wo ich auf meiner Suche nach Werwölfen, auf Nat – auch Nathanael genannt – stieß, als ich in seinem Laden anfing zu arbeiten. Vom ersten Tag an verstand ich mich super mit ihm. Wir wurden Freunde, ein Luxus, den ich mir nicht mehr gegönnt hatte, seit ich zur Nomadin geworden war. Freunde waren ein gefährliches Gut, wie ich in der Vergangenheit festgestellt hatte, doch mit ihm zusammen zu sein war so einfach wie Luft zu atmen. So kam eins zum anderen. Sogar Raphael mochte ihn, und hatte nichts dagegen, dass ich meine Zeit mit einem anderen Kerl verbrachte, was wahrscheinlich auch etwas damit zu tun hatte, dass Nat schwul war. Von ihm ging nicht die Gefahr aus, dass er versuchen würde, sich an mich ranzumachen. Aber etwas anderes machte ihn für mich gefährlich. Er war der Grund, warum ich seit sieben Monaten in ein und derselben Stadt war. Ich wollte nicht umziehen, und ihn zurück lassen. Die Jahre der Sicherheit hatten mich leichtsinnig werden lassen. Ich fühlte mich wohl, und machte mir nur noch sehr selten darüber Gedanken, ob ich von meinem Rudel entdeckt werden würde. Solange war nichts passiert, also warum sollte es ausgerechnet jetzt dazu kommen? So bleiben wir in Itzehoe. Wir stellten nur manchmal unseren Wagen um, damit es kein Ärger mit den Behörden gab. Freies parken eines Wohnmobils wurde nicht gern gesehen.
Ich hatte einen Job, ich hatte ein Zuhause, Freunde, einen sturen und sehr nachtragenden Kater, und einen Mann, den ich über alles liebte. Alles war perfekt, wozu sich also sorgen machen? Weiße Flecken Auf Der Haut Hiv Jahreskarte Flusskreuzfahrt: Wenn 150 Touristen aus dem Schiff aussteigen, erwartet sie ein buntes Programm unter dem Motto „Meet local People“: Kochkäse und Musik der „Great Liebler Family“ sind da inklusive. Sie verbrachten mörderische neunzig Minuten bei Topshop, wo das Fehlen einer Klimaanlage - schließlich befanden sie sich in London, wo die Leute immer noch glaubten, es gäbe höchstens vier oder fünf heiße Tage im Jahr - und ungefähr tausend Teenager auf Schnäppchenjagd Barbara zu der Überzeugung gelangen ließen, dass sie nun für alle irdischen Sünden gebüßt hatte und nicht nur für die, die sie gegen die Haute Couture begangen hatte. Doch von dort zogen sie weiter zu Jigsaw und dann zu H&M, wo sie in ein ähnliches Inferno gerieten wie bei Topshop, verschlimmert nur durch Kleinkinder, die nach ihren Müttern, Eis, Lutschern, Schoßhunden, Hotdogs, Pizza, Fish and Chips und allem anderen schrien, was ihnen in ihrem durchgedrehten Zustand in den Sinn kam. Auf Hadiyyahs Drängen hin - »Barbara, sieh dir bloß mal an, wie der Laden heißt!« - hatten sie dieselbe Erfahrung bei Accessorize gemacht und waren schließlich bei Marks & Spencer gelandet, was Hadiyyah mit einem Stöhnen quittiert hatte. Rote Raue Flecken Auf Der Haut Baby 10 Monate »Ich glaube, ich muß passen«, sagte Ralph. Er sah sich nach Dorrance um, weil er doch gerne mit dem alten Burschen gesprochen hätte, und entdeckte ihn schließlich. Er war wieder durch das Loch im Zaun gegangen. Er stand im kniehohen Gras am Rand der Zufahrt da drüben und knickte das Buch in den Händen, während er zusah, wie die Piper Cub zum Terminal der Privatmaschinen rollte. Ralph mußte daran denken, wie Ed mit seinem alten braunen Datsun diese Zufahrt entlanggerast gekommen war und geflucht hatte, weil Flecken Auf Der Haut Kleinkind Quer Ha, und wie famos frech lachen einemdiese glänzenden Augen ins Gesicht!.

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ASS, Ramilich, Doxepin, Amitriptylin, Mönchspfeffer Rote Raue Flecken Auf Der Haut Baby 10 Monate Blut geht 1 a raus....Ölflecken meistens auch....Wenn was nicht so rausgegangen ist einfach eine Paste anrühren und auf dem Fleck ein bissel einziehen lassen....
Übrigens für Raucher auch super...
Meine Mutter ist Kettenraucherin und da hat man ja an allem weißen Nikotinflecken.....Geht alles raus....
Das ist übrigens mein Waschsauger Altersflecken Hausmittel Testsieger Müssen: mout, moast, mout, mouden; moa-ste, moastest, moaste, moasten; häbbe moast. »Zum Zenturio«, wiederholte Helen. Nat schlief fest in ihren Armen, und Ralph stellte fest, daß die Auren wieder verschwunden waren. »So nennen die Friends of Life ihre Hauptgegner - die Anführer der Opposition.« y90. Hie häd fon moor as fon een Brood ieten. Weiße Flecken Auf Der Haut Hiv Jahreskarte Abschließend muss man noch die etwas dickere Farbschicht entfernen. Nach ablösen der Abdeckung, kann man die Hennafarbschicht vorsichtig abreiben. Am besten nimmt man hierzu ein feuchtes Tuch. Vorsicht sonst färbt man sich die Hände gleich mit Henna ....